Wiebke Weit Weit Weg

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01Juli
2013

Ich bin verwöhnt!

 

Keine Stunde in Singapur und in meinem Kopf fang ich an zu nörgeln, weil mir niemand sagen kann, wo ich ein Hostel finde und wie meinen Weg dorthin. Und das passiert nicht, weil die alle keine Ahnung haben, sondern weil sie mich größtenteils nicht verstehen oder, und das hat mich am meisten genervt, weil sie keine Zeit oder keine Lust hatten sich mit der ziemlich eindeutig aussehenden Europäerin auseinandersetzen. Das wäre wahrscheinlich alles nicht so schlimm gewesen, wenn ich direkt aus Deutschland gekommen wäre. Nicht, dass die Deutschen genauso ticken, aber durch die Aussies und Kiwis bin ich eben verwöhnt!

Die letzten Wochen in Neuseeland habe ich damit verbracht von Ort zu Ort zu reisen und als ich schließlich in Auckland angekommen bin, hatte ich wieder unglaubliches Glück durch couchsurfing.org in einer WG unterzukommen, die dieses Wochenende einiges zu feiern hatte.
Paul, Andy, Blair und der Rest der Bande haben mich eingeführt in die Welt einer Männer-WG:
Jede Menge Bier;  definitiv nicht schlafen, auch wenn du noch so müde bist; Rugby, Rugby, Rugby; „Abwaschen können wir Montag!“ .
Erstaunlicherweise kam ich an dem Wochenende an, an dem Paul Geburtstag hat und die Bude voller Feierwütiger ist und am Samstag war dann auch noch das Spiel der „All Blacks“ (der bekanntesten Rugbymannschaft der Welt) auf dem Programm und da alle mehr als nur Ahnung vom Spiel hatten, hatte ich meine Lehrer gefunden.
Als Montagmorgen alle Jungs in ihre Ingeneurbüros tigerten, machte ich mich an das grobe Reinigen der Küche und hinterließ einen kleinen Liebesbrief für alle mit ganz viel Danke und dem Versprechen, dass ich wieder komme. Auckland rocks!


Völlig übermüdet und erschlagen von der Hitze, komme ich nach einem 11 Stunden- Flug um 5.30 morgens in Singapur an und finde nach anfänglichem Desaster ein viel zu überteuertes Hostel mit einer Maus als Haustier, aber unglaublich nettem Personal in „Little India“, einem Stadtteil nah am Center und wie der Name schon sagt, mit vielen Indern Zwinkernd
Nach einem guten Schlaf und halb erfroren durch die Klimaanlage machte ich mich auf Erkundungstour. Ich wanderte durch mein kleines Viertel und stellte nach einiger Zeit fest, dass ich nicht die Einzige war, die Attraktionen fotografierte- für meine Nachbarn musste ich nämlich für Fotos bereit stehen. Ich realisierte das allerdings erst, als ein Mann zu mir rüber kam und mich fragte, ob ich mit ihm ein Bild machen könnte. Ich lachte auf, stellte mich neben ihn, lächelte nett und bekam ne Cola bezahlt. So ähnlich passierte mir das in meiner Zeit in Singapur etwa 5 mal und da ich das irgendwie lustig fand und ich natürlich den Ruhm genoss, stellte ich mich jedes Mal in Position (später zusammen mit Melany) und lächelte. In der kommenden Zeit musste ich mich daran gewöhnen angestarrt zu werden, ich kann nur sagen: Arme Promis!  

   Melany und ich

Melany, eine Freundin, die ich Melbourne getroffen habe, hat vor einiger Zeit ihren Flug nach Singapur gebucht, um mit mir meinen Geburtstag zu verbringen und ein bisschen Urlaub zu genießen. Wir hatten eine unglaubliche Zeit, die wir damit verbrachten durch die Einkaufscenter zu laufen, gutes Essen zu essen, Singapur bei Nacht zu bewundern, im botanischen Garten zu schwitzten und nachts die Bars auf den Kopf zu stellen. Und dann kam mein Gebuuuuuuuurtstaaaag- das erste Mal in meinem Leben weg von meinen verrückten Freunden zu Hause und weg von Ma, Pa und Dörti! Was kann ich sagen, außer dass ich so dankbar dafür war, dass Joanna eingeflogen kam und wir eine unvergessliche Nacht mit jeder Menge Schnaps und unwiderstehlichen Tänzen hatten! Die zwei hatten mich zum Essen eingeladen, mir einen Geburtstagskuchen gekauft, gesungen und mich bis morgens um 7 auf den Beinen gehalten. Es ist schade, dass die Zwei diesen Beitrag nicht verstehen können, aber ich bin so froh, dass ich sie da hatte!!!

jo,Mel,ich

Es war nur ein sehr kurzer Besuch von Joanna, aber Melany blieb noch einige Tage und wir flogen nach großem Abschied von Jo nach Bali, um eine zweite Geburtstagnacht zu feiern.
 
„Taxi, Taxi, Taxi???“- so etwa wurden wir in Bali begrüßt! Einen so großen Wi-Wa-Wuselhaufen (Ich weiß, dass das Wort nicht existiert, aber es musste eins erfunden werden, um das zu beschreiben!) hätte ich nicht erwartet, eher ein ruhiges Plätzchen mit viel Buddha und Spiritualität.
Dank Mel hatten wir schnell Hilfe und hatten einen guten Preis zu unserem Hotel bekommen, welches sie uns schon gebucht hatte. Für etwa 13 Dollar pro Person hatten wir ein wunderschönes Hotelzimmer mit eigener Dusche, TV und Frühstück. Und es wurde immer besser, denn, als wir nach Ubud gefahren sind, hatten wir unser eigenes Bungalow mit Frühstück für denselben Preis.
Wir waren keine Fans von Seminyak, einem eher überlaufendem Ort auf Bali, aber Ubud war ein wunderschöner kleiner Ort im Inneren der Insel, wo wir uns pudelwohl gefühlt haben. Im „Monkeyforest“ ein paar Affen bewundert, in „@tm@“ das leckerste Curry meines Lebens gegessen, Mr. Jathi hat uns seine Gallerie gezeigt und wir haben schöne Reisfelder in Massen gesehen. Am letzten Tag wollten Melany und ich ihren Abschied ein bisschen feiern und es kam, dass wir nicht alleine feierten. Am Nachmittag saßen wir in einem Cafe und erlebten ein kleines Erdbeben mit, so kamen wir ins Gespräch mit den anderen Gästen, Uyen und Matt. Matt war gerade angereist und suchte nach einer Unterkunft und Uyen, ein nettes Mädel aus Vietnam lebte schon seit einigen Monaten in Ubud. Beide hatten nichts für den Abend geplant und so fanden wir uns um 19h alle zusammen in einem netten Restaurant wieder, tranken jede Menge Bier und genossen gutes Essen. Man kann sagen, dass wir so gut klar kamen, dass wir uns vor 3h morgens nicht trennten und uns am nächsten Tag mit Matt zum verkaterten Lunch verabredeten.

ich,Matt,Mel,Uyen wir und die Mokeys :)

Da ich keinen weiteren Plan für meine kommenden Tage oder Wochen hatte haben wir spontan entschieden, dass ich mit Matt am nächsten Tag nach Uluwatu, einer kleinen Peninsula und der Surferhochburg im Süden der Insel fahre.
Von Melany verabschiedet und nach einem guten Schlaf machten wir uns am nächsten mit dem Roller und 2 riesigen Gepäckstücken auf den Weg. Ich wünschte, ich hätte ein Video von dieser einmaligen Tour! Matt hatte eine Unterkunft in einem wunderschönen Hotel organisiert, in dem wir einen Pool mit direktem Blick aufs Meer hatten für nur 10 Dollar pro Nacht/ Person.


Paradise <3 Die kommenden Tage verbrachte ich damit, die kleine Peninsula mit meinem gemieteten Roller zu erkunden, am Strand zu lümmeln und frisch gepressten Saft mit Matt und seinen Freunden zu trinken. Cool
Am Tag seiner Abreise machte ich mich nochmal auf den Weg nach Ubud mit 3 belgischen Mädels, die ich am Vorabend kennengelernt hatte. Doreen, Eva und Ellen versuchten ebenfalls mir Unterkunft in ihrem Hotel zu besorgen, aber als wir gegen 22h zurück in Uluwatu waren, hat sich das als ein Problem herausgestellt was nicht so einfach zu lösen war. Nachdem ich in 3 anderen Homestays gefragt hatte und sich immer noch nichts ergeben hat, kam ich zurück zu dem mexikanischen Restaurant, indem die 3 mit meinem Gepäck auf mich warteten. Ich muss wohl etwas verloren ausgesehen haben, denn als ich da so stand fragten mich 4 Australier, wonach ich suchen würde und in meinem jugendlichen Leichtsinn antwortete ich nur mit „Ein Bett!“. Tim, James, Benjamin und Jono fingen an zu lachen und 10min später saß ich auf einem ihrer Roller auf dem Weg zu meinem zu Hause für die nächsten 3 Nächte. Als wir ankamen kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus- die 4 hatten ein Luxusbungalow mit 6 Betten und ihrem eigenen Pool. Wir feierten viel und mir sind auch diese Jungs, die mich glaube ich als kleines Maskottchen gesehen haben, tierisch ans Herz gewachsen.

Bloody Aussies :) Surfkontest


Ich bin am selben Tag wie die Chaoten abgeflogen, um zu der Nachbarinsel Lombok zu kommen. Durch einige Tips von einer Bekannten in Bali, hatte ich ein nettes Bungalow für mich gefunden und war mehr, als froh darüber, dass die Bewohner des Anwesens den ganzen Tag Musik spielten und sich um mich kümmerten.

Heute bin ich in Gili Air angekommen, einer der drei winzigen Nachbarinseln zu Lombok, um meinen Tauchschein zu machen. Es ist eine sehr ruhige Insel, mit einem wunderschönen Strand und überall sind Korallen, die man mit Schnorcheln  erkunden kann. Morgen fängt mein Training im Pool an mit meinem Tauchlehrer Jerome, der einen entspannten und netten  Eindruck macht. Morgen Nahmittag wird dann das erste Mal die etwas tiefere See erkundet und das selbe Programm für die Folgetage.

Am 9. Juli geht mein Flug nach Medan, Sumatra, wo ich Freunde besuche, die ich in Singapur kennengelernt habe. Ich werde mit denen Ramadhan verbringen und hoffentlich viel Wildlife erleben. Danach geht es dann wohl nach Thailand, um dort einige Wochen zu verbringen. Da das Leben an sich nicht so teuer ist, hab ich mich dazu entschieden an einem Ort länger zu bleiben, anstatt Geld an Bussen und Flügen zu spenden. 
Ich glaube ich kann mich nicht über mein Leben beschweren, was?? Zunge raus

 

27Mai
2013

Neuseeland- 6 Wochen ist zu kurz!!!

 

Der Urlaub in Noosa mit Ellin war unfassbar und kaum in Worte zu bringen- wir hatten am Tag der Abreise in Melbourne 12 Grad und als wir 2 Stunden später in Sunshinecoast angekommen sind hatten wir 28. Fünf Tage mit viel Strand, gutem Essen, neuen Bekanntschaften, die wir gegenüber von unserer Unterkunft (einem deutschen Fachwerkhaus) auf einer Whoofingfarm gemacht haben und musikalischen Nächten... wir wollten gar nicht mehr weg und als Erinnerung an meinen ganzen Trip in Australien und auch an diesen Urlaub sind wir mit einer Menge Euphorie zurück in Melbourne in ein Tattoostudio gegangen und ich habe Ellins Kunst auf meinen Knöchel verewigt... Cool

Ellins Kunst auf meiner Haut :) Ellin hat sich ihr Markenzeichen tattowieren lassen Ellin Jane <3 und ich

 

 

Meine besten Freunde in Melbourne haben mich am 01.05.12 um 5h morgens zum Flughafen gefahren und ich musste schweren Herzens Abschied nehmen von Laura, Mitch, Fuisha und Ellin. Als ob ich nicht auch schon genug mit den Tränen zu kämpfen hatte, mussten die Dussels mir auch noch ein kleines Buch schenken, in dem sich viele vom Terra Rossa mit Wünschen und Geschichten verewigt hatten.

Nun bin ich schon fast einen Monat in Neuseeland und klar, Melbourne fehlt mir, wie mir auch Hamburg fehlt, aber so ist das auf Reisen und es ist ja nicht so, dass Neuseeland keine tollen Menschen zu bieten hat- es hat sogar großartige Menschen zu bieten. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass ich nur 6 Wochen Zeit habe um die Inseln und die Menschen kennenzulernen und das ergibt logischerweise nicht viel Zeit an einem Ort, damit ich möglichst viel sehen und erleben kann.

Urlaub mit Kevin:
Ich habe, ohne viel darüber nachzudenken Kevin gefragt, mein Gastgeber in Port Douglas (Queensland/Australia , ob er Lust und Zeit hat mit mir Neuseeland zu erkunden. Nachdem er einige Male gesagt hat, dass er sich um sein Buisness kümmern muss und das es zu viel organisieren für ihn bedeutet, bekomme ich etwa einen Monat vor Abreise eine Nachricht, dass der Flug nach Auckland gebucht und auch ein Campervan und ein Rugbyspiel organisiert und voller Aufregung erwartet werden.  Und damit war das Ganze geritzt und umso näher es kam umso aufgeregter wurde ich, schließlich kannte ich Kev gerade mal 4 Tage. 12 Tage und Nächte in einem Campervan ohne zu wissen, ob man überhaupt den gleichen Reisestil hat und ganz sicher zu wissen, dass man nicht das gleiche Budget hat könnte zu einer Herausforderung werden und ich habe mir schon einen Notfallplan zurecht gelegt, falls es nicht funktioniert—den brauchte ich allerdings nie verwenden.

Er holte mich mit dem Campervan bei meinem Gastgeber in „Brown Bay“ ab und es war schön ein bekanntes Gesicht zu sehen und der Campervan war perfekt! Und trotzdem mussten wir manchmal leicht diskutieren um auf den gleichen Nenner zu kommen was Einkaufen anging und es war ebenfalls ein komisches Gefühl mit jemandem auf engstem Raum zu wohnen, den man nicht als engen Freund bezeichnen würde.  Und trotz diesen anfänglichen Unsicherheiten waren wir uns über die Campingplätze und die Reiseziele ziemlich einig und ebenfalls über den Verzehr von alkoholischen Getränken. Wir beeilten uns auf die Südinsel zu kommen, wovon wir beide am meisten sehen wollten und hatten eine wunderbare Zeit!


Mighty-Turbedo :)
Wir sind einige Tracks gelaufen durch Büsche und über kleine Flüsse…brrrrrrrr- wir haben feststellen müssen, dass diese Jahreszeit nicht die Richtige war.

Durch ein eiskaltes Flüsschen...brrr

Wir waren auf einem Rugbyspiel, gleich am ersten Abend in Auckland welches ein knappes Spiel zwischen den Stormers (Südafrika) und den Blues (Auckland) war , wir sind mitten in der Nacht mit der Fähre und für viel zu viel Geld von Wellington nach Picton gereist. Und schon als wir die ersten 100 Kilometer  bei Tageslicht gefahren sind, waren wir von der Scenerie, den Bergen und blauen Flüssen beeindruckt. In Waitamo haben wir „Blackwaterrafting“ gemacht, was so viel bedeutet wie „mit Reifen und Taschenlanpe durch die Höhlen von Waitamo“. Dort haben wir Millionen von Glühwürmchen beim Rumhängen an der Decke zugeschaut und sind von Höhlenwasserfällen gesprungen.


Waitamo caves Kanu fahren in Punakaiki
In Punakaiki, wo wir bis heute noch nicht wissen wie man das ausspricht, haben wir eine Kanufahrt gemacht und haben so von einer anderen Sichtweise die Berge bewundern können und auch wenn es normalerweise nicht die Saison für all diese Aktivitäten ist, haben wir gerade an solchen Tagen zumindest das beste Wetter erwischt.

Unser Ziel war, 3 Tage in Queenstown zu verbringen, da alle gesagt haben, dass das das Mekka Neuseelands ist. Und so kamen wir am Freitag gegen Mittag dort an und Freitag gegen Mittag hat kev auch schon mit seinen Aktivitäten angefangen. Ich musste leider mehr aufs Geld gucken und so hab ich die Tage mit einem netten Pärchen, Ben und Carolyn und zwei Bremern, Dom und Jack, verbracht, die mich einsam auf dem Campingplatz gefunden haben :D  Während Kevin also die Zeit mit Bungyjumping, Skydiving, einem Rundflug über Milford Sound und einer Schiffstour verbracht hat, haben wir viel Bier getrunken, Karten gespielt und sind den Berg rauf gewandert, von welchem man einen unglaublich beeindruckenden Blick über Queenstown hatte.

Nach einem langen Marsch bergauf :S

Sonntagabend sind haben wir uns dann wieder ins Auto gesetzt und haben eine kleine Nachtschicht eingelegt, um relativ nah an Christchurch heran zu kommen.

Am Montagnachmittag wurden wir dann in Waipara sehr herzlich von Cornelia und Arnold willkommen geheißen und nach einem großartigen Abendessen habe ich im „Sleepout“ der beiden das erste Mal seit 2 Wochen in einem vernünftigen Bett  wie eine Königin geschlafen. Tommy, der Hund der beiden hat dann am Morgen für unsere Bewegung gesorgt und nach dem Mittagessen mussten wir Kevin dann verabschieden. Ich kann nach den 2 Wochen auf jeden Fall behaupten einen Freund mehr zu haben- Danke Kevin- „You are aaawwwweeesoome!!!“

Thanks travel-buddy ^^ Tolle Zeit im Hause Love

Und da stand ich am Dienstag ohne einen Plan, aber immerhin mit einem Bett, netter Gesellschaft, einem Wauwau und meinem Skateboard in Waipara. Damit ich mal wieder was für meinen Astralkörper tue während ich mir Gedanken über die nächsten Wochen mache, bin ich mit Conny dann zum Pilates gegangen …musste leider feststellen, dass ich erst 50 werden muss um fit zu werden- Respekt Conny!!!
Und auch den Tag darauf durfte ich mit zu den „Sweet Adelaines“ nach Christchurch- einem Frauenchor  in dem Conny schon seit 10 Jahren Mitglied ist.
Ich war also ein paar Tage beschäftigt und habe mich während dieser Zeit um ein Couchsurfing-Haus in Christchurch gekümmert, bin nach Kaikoura reingefahren um Baby-Robben im Wasser spielen zu sehen und habe mit Connys Hilfe deutsches Brot gebacken und natürlich auch verputzt!
Danke für die tolle Zeit in eurem Haus!!!

Und auch die weiteren 2 Wochen liefen mehr als gut für mich- ich hatte eine gute Zeit bei Jake (meinem Couchsurfer-Gastgeber) in Christchurch und bin auch 2 Tage länger geblieben als geplant- hatte ebenfalls eine gute Zeit in Dunedin, wo mich die Jungs zur steilsten Straße der Welt geführt haben und mich mit raus nach Peninsula genommen haben, wo ich den Schwerter-Schmied von „Lord oft he Rings“ kennenlernen durfte. Von dort aus bin ich am Donnerstag dann nach Queenstown zurückgekommen. Laura, meine Freundin und Mitbewohnerin aus Melbourne kam auf die glorreiche Idee mich hier zu besuchen und so verbringen wir zusammen diesen Urlaub. Leider muss ich sie morgen schon wieder verabschieden und wie es dann weiter geht hab ich mir auch noch nicht überleg, aber ich weiß, dass sich ganz sicher wieder was ergibt wofür es sich lohnt die nächste Reise anzutreten.

laura und ich in Queenstown Glenorchy du Schönheit

 

21April
2013

Man soll gehen, wenns am schönsten ist...

Um heraus zu finden, dass Geld eine mehr als wichtige Rolle auf Reisen spielt, hätte ich nicht herfliegen müssen- das war mir vorher klar. Aber so klar mir das auch war und so sehr ich auch darauf geachtet habe was ich ausgebe, ist es irgendwann weg- nach langen, aufregenden 3 Monaten ohne Arbeiten und Anhäufung des australischen Dollars musste ich wohl wieder ran! Leider bin ich manchmal leider etwas, nennen wir es gutgläubig (…naiv..) und nachdem mir ein wohlhabender „Freund“ mir Hilfe in der Jobsuche in Melbourne zugesagt hat, habe ich mich auf den Weg raus aus Sydney gemacht und auch hier war ich der festen Überzeugung ich würde besser reisen, als mit dem Bus. Ich hatte mir nämlich auf gumtree.com.au eine Mitfahrgelegenheit organisiert in einem Privatwagen. Der Besitzer des Jeeps kommt aus Süddeutschland und da sollte man meinen, dass die Kommunikation nicht das Problem werden könnte. Aber außer uns beiden waren noch 3 weitere Personen im Auto und da war das nächste Problem-das Gepäck haben wir nur mit viel Mühe in das Auto bekommen und auch ich musste mich reinquetschen wie in einen zu vollen Aufzug! Ich hatte trotzdem im Sinn, dass ich ja so viel Geld spare, aber leider kam nicht nur Proviant dazu und mehr Sprit als geplant, wir hatten auch noch wegen der Dummheit dieses Typen eine Panne. Aus eigener Erfahrung- und ich glaub, ich habe aus diesem Fehler gelernt- weiß ich, dass man nicht alle paar Kilometer mit heißem Motor das Öl nachfüllt. Aber da ich ja nur ne Blondine bin, die nun wirklich nix von Autos versteht, wollte der junge Mann nicht auf mich hören. Und so landeten wir schon nach etwa 3 Stunden Fahrt auf einer Tankstelle mit dampfenden Motor auf einer Tankstelle um Kühler für das Auto zu kaufen und über eine Stunde darauf zu warten, dass das Ding abkühlt.

Nach vielem Diskutieren und meiner Feststellung, dass ich auf dieser Fahrt mal keine neuen Freunde gefunden zu habe, kamen wir mitten in der Nacht in Melbourne an und ich war froh, dass ich bei einem Freund unterkriechen konnte. Ich habe mich in den nächsten 2 Tagen dann darum gekümmert mir einen neuen Job zu besorgen, da meine reiche Bekanntschaft mal eben verreist war. Und als ich Terra Rossa einen Überraschungsbesuch abgestattet habe, war mein alter Manager mehr als hilfsbereit und brachte mich in einem anderen Restaurant unter, da er für mich zu dem Zeitpunkt noch keinen Platz für mich hatte. Ich fing in der „World-Bar“ an und es schien okay- nicht unglaublich cool oder lustig, aber eben okay. Doch nach einiger Zeit fand ich heraus, dass auch ich gegen bestimmte Menschen einen Hass entwickeln kann- ich weiß nicht ob es mein Akzent, meine Arbeit oder mein Aussehen war - irgendetwas hat IHR nicht gepasst und das hat sie mich mehr als spüren lassen. 3 Wochen hab ich in dem Schuppen ausgehalten und nebenbei hatte ich mich schon im Steakhouse beworben und angefangen ein paar Stunden die Woche dort zu arbeiten. Und es muss an meinem Karma liegen oder vielleicht auch an meinen Freunden im Terra Rossa- eines sonnigen Tages ruft mein Manager mich an und fragt ob ich wieder im Terra Vollzeit anfangen will und am nächsten Tag habe ich mit einem ausgewachsenen Grinsen in der „World-Bar“ gekündigt.

Montagmorgen um 8 stand ich dann wieder in meinem italienischen Himmel auf der Matte und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Also alles perfekt. Ab- und zu hatte ich dann nochmal eine Schicht im Steakhouse und glaubt mir, am meisten hat mich an diesem Job genervt, dass ich das  gute Fleisch nicht essen durfte.
Ich hatte außerdem auch schon in Footscray (einem Stadtteil in Melbourne) mein eigenes Zimmer- nach 2 Monaten allein dort, ist Laura mit eingezogen und nun haben wir eine kleine Mädels-WG, der es definitiv an Ordnung fehlt. Es ist alles ein bisschen wie zu Hause und wenn ich nach Australien ziehen würde, dann ganz sicher hier hin, weil es hier die besten Menschen gibt, die Beste Gastronomie und es sich einfach anfühlt wie Heimat.

Ich habe hier viele Freunde gefunden und da es kaum noch Sprachhindernisse gibt und mir das alles so normal vorkommt und so zu Hause, fange ich ab- und zu an deutsch mit ihnen zu sprechen, weil ich denke, dass sie mich sowieso verstehen. Die schauen mich dann an, als hätte ich einfach mal wieder meine 5 Minuten und wir fangen an zu lachen. Mein Humor ist nämlich nicht nur in Deutsch immer einfach zu verstehen, auch in Englisch rede ich unverständlichen Kram, der nur in meinem Kopf Sinn macht. Und so haben die Verrückten mich hier auch kennen- und es scheint so, auch lieben gelernt.

Die letzten Wochen habe ich viel Zeit mit Aoifa, der irischen Schönheit im Terra Rossa und meiner Rettung am Morgen verbracht. Die ersten 2 Wochen musste ich nämlich 5 Tage die Woche um 8h morgens auf der Matte stehen und glaubt mir, auch wenn ich immer ein Mensch voller Energie bin, musste sie mir manchmal vor Augen halten, dass es nur noch 3 Stunden hin ist, bis wir uns in dem Restaurant nebenan einen Wein gönnen können. Und als Aoifa dann vor etwa 4 Wochen auf ihre Südamerika- Tour gefahren ist, war der Morgen nicht mehr ganz so schön und die Feierabende eher trostlos. Ich wünsche ihr den besten Trip der Welt und ich hoffe, wenn sie wieder zurück in Melbourne ist, denkt sie an den langweiligen Morgenden manchmal an mich.
Es dauerte nicht lang, da war Ersatz für sie gefunden- jemand der morgens den Laden aufmacht und dann mit mir durch den Tag grinst. Es ist nicht so, dass es wirklich Ersatz war, aber Mike war zumindest eine neue Grinsebacke. Normalerweise tritt er mit seinem Freund Ben Sonntagsabends als Band auf, doch das Musikgeschäft hat die beiden leider noch nicht entdeckt und so springt er eben als Kellner ein. Ich werde deinitiv eine CD mit nach Deutschland bringen und vielleicht werden die zwei dann ich Europa ne ganz große Nummer.

Ein anderer Mensch, der mein Herz erobert hat ist Ellin- wenn ihr denkt ich bin ein immer fröhlicher Mensch, dann solltet sie sie mal kennenlernen. Die 25- jährige Künstlerin hat es in Melbourne als Malerin zu was gebracht-  www.ellinjan.com ! Mit ihr verbringe ich auch die letzte Woche in Noosa (Sunshinecoast) und es tröstet mich ein bisschen, dass sie bald ihren Weg nach Europa findet und für einige Zeit nur 2 Flugstunden von mir entfernt in London wohnt. Sie ist nicht nur für meine neue Lieblingstasche und einige eurer Geschenke verantwortlich, sie ist auch der Mensch zu dem ich immer gehen kann, wenn ich etwas auf dem Herzen habe oder einen Abend mit Rotwein und guten Essen brauche.
Und seitdem ich in Footscray wohne, verbringe ich viel Zeit mit ihr bei Mitch, unseren Koch im Terra. Da Mitch mein Nachbar ist und er der perfekte Mensch ist, um die Jogginhose anzulassen, ist sein Haus schon fast meins. Lachend Wir schauen Filme, spielen Xbox, wir (mehr er) kochen zusammen und wenn ellin, er und ich aufeinander treffen wird oftmals  nicht nur eine Flasche Wein geköpft. Er und Laura sind auch diejenigen, die mich am 1.5. zum Flughafen bringen- woran ich leider immer mehr denken muss.

Eine weitere treue Seele, die ich kennenlernen durfte ist Kirby- ein Country-Girl, wie sie im Buche steht.  Als ich im September anfing hier zu arbeiten, habe ich kaum ein Wort verstanden von dem australischen Akzent und trotz der unfassbar vielen Missverständnisse hatten wir jede Menge zu lachen und sie war eine derjenigen, die mir schon da klar gemacht hat, dass Kommunikation nicht immer was mit Sprache zu tun hat. Nun bin ich zurück und die Sprachhindernisse sind vergessen und die Dinnerabende können mit viel Gequatsche stattfinden. Gerade letzte Woche haben wir uns in ihrem Apartment getroffen und mit Fuisha bin ich morgens auch total zerknirscht dort aufgewacht. Anstatt in eine Katerstimmung zu verfallen war Fuisha Feuer und Flamme Bananenbrot zu backen und Kirby Rührei, also ein rundum gelungenes Frühstück.  Fuisha ist eine der wenigen, die diesen Blog lesen können, da ihre Mama Deutsche ist und sie vor kurzem zurück von ihrer Europatour zurück gekommen ist. Nicht nur, dass sie perfekt deutsch spricht- sie versteht dazu auch noch meinen ab- und zu verkorksten Humor. Danke Fuishiiii

Silvia und die Italiener…
Ostern in Italien und nicht in Australien.
Silvia, die neue Event-Managerin  des Ladens ist ebenfalls eine großartiger Mensch und hat zu jeder Frage eine Antwort. Sie hat mich und Laura zu ihrem italienischen Ostern eingeladen und so fanden Laura und ich uns in Silvias Haus mit 7 weiteren Italienern wieder, mit einem Festessen und jeder Menge italienisch. Es war schön etwas Ostereier auf dem Tisch zu haben und einen großen Freundeskreis drum herum. Leider mussten die beiden Deutschen der Runde um 6h anfangen zu haben, aber zumindest hatten wir ein bisschen Tradition an einem schönen Tag.

Joanna ist auch in Melbourne, doch da wir beide viel arbeiten bleibt uns nur mal ein Kaffee zwischen unseren Schichten. So wie es aussieht werden wir auch etwas Zeit in Neuseeland zusammen verbringen und auch in Asien werden wir wohl für einige Tage aufeinander treffen. Nach wie vor sind wir gute Freunde und ich bin froh, dass ich sie so nah bei mir habe.

Ich würde gerne noch so viel über alle lieben Menschen hier berichten, Vanni, Toni, James, Maritza, Petr, Manuel, Silvio, Satcey, Karolina, Jonno, Rowan,Melanie,Zav, Holly, Stella, Sally  …. Und viele mehr. Aber am besten kommt ihr mal rübergeflogen und guckt euch mal mein australisches Zuhause an. http://www.terrarossarb.com.au/

Nun ist es in 2 Wochen auch schon so weit, dass ich das nun mir bekannte Territorium verlasse und in Auckland lande und wenn alles nach Plan läuft kommt mein Couchsurfer Kevin (aus Port Douglas) für 2 Wochen mit mir um den neuseeländischen Boden unsicher zu machen. Danach bin ich noch weitere 4 Wochen allein in der Kälte unterwegs und dann geht’s auf nach Singapur. Von dort aus nach Bali und Indonesien und dann nach Thailand, Cambodia und Vietnam. Ich habe immerhin 10 Wochen Zeit und ein bisschen Plan muss sein. Wer weiß wie es dann wirklich kommt... Zwinkernd Kirby Ellin macht Klebe Osteressen Ellin,Maritza und ich feiern unser dasein :) Daniel,Ellin und ich Laura und ich Massimiliano,Silvia und ich Aoifa und ich <3 Piknik in Fitzroy

20Januar
2013

Immer wieder diese blöden Abschiede

 Ein Haus auf Rädern Cool aussehen ist alles :) Juchuuuuuuuuu Sightseeing am Tag 1! Der Flitzer Great Ocean Road- Tour zumindest drauf stehen konnten wir... entspannen in

Zuerst einmal muss ich mitteilen, dass es mal wieder anders gekommen ist als geplant und dann muss ich gestehen, dass ich bis jetzt noch keinen ausgeklügelten Plan habe. Ich bin nun wieder seit 2 Tagen in Sydney und nicht in Melbourne und seit 10 Tagen ändern sich meine Vorhaben täglich von Farmarbeit, ein Leben in Sydney bis hin zu „Scheiße, ich muss jetzt echt mal Geld verdienen und das geht am schnellsten in Melbourne!!“.
Mein Weihnachten habe ich genauso wenig auf dem Boot verbracht, wie ich mit Joanna zusammen nach Melbourne gereist bin und mein Urlaub mit Ina war mehr als fantastisch, aber eben auch mehr als spontan, was die Sache nicht immer einfacher macht… und da es so viel Änderungen und kleine Abenteuer zu berichten gibt, fange ich von vorne an.

Seit einigen Tagen, schon fast Wochen, versuchten Joanna und ich sogenannte „Relocation“ von Brisbane, unserem Zielhafen, nach Sydney zu bekommen. Das Ganze funktioniert, wie ein Auto-Liefer-Service und wir sind die Lieferanten, das heißt wir müssen das Auto in einem gewissen  Zeitraum von A (in unserem Fall Brisbane) nach B (Sydney) bringen. Joanna und ich waren uns einig, dass wir definitiv die nächste Möglichkeit nutzen, um in den Süden zu reisen. Als wir nächsten Morgen dann wieder einmal unser Glück versuchten, war nur noch etwas für den selbigen Tag verfügbar. Andy, der Freund von Joanna, musste nun auch mit eingeplant werden, weil er als Überraschung am 20.12. in Brisbane auf der Matte stand. Wir waren uns nicht sicher wie enttäuscht Steve sein würde, wenn wir von jetzt auf gleich unsere Sachen packen würden, aber wir wussten, dass wir nur auf diesem Weg super günstig weiter kamen... Es war komisch unsere Sachen zu packen und gerade als ich meinem Skipper Steve Auf Wiedersehen sagen musste, kullerten schon ein wenig die Tränen. Wir hatten unsere Zeit, um uns in Ruhe von jedem zu verabschieden und dann sind die Anderen zum Einkaufen gefahren. Wir packten unseren Kram, der natürlich überall verstreut war und als dann Andy, der in der Zeit den Wagen holte, mit einem 6-Personen-Campervan vor dem Tor stand, freuten wir uns, trotz diesem Abschied, auf die kommenden Tage und Wochen- willkommen zurück auf dem Land!
Ich hinterließ Steve einen kleinen Brief, indem ich mich für alles bedankte, was er mir beigebracht hatte- wenn ich zurück an die Zeit auf dem Boot denke, weiß ich, dass ich in diesen 6 Wochen meine Zeit nicht besser hätte nutzen können. Es war teilweise eine harte Zeit, die sich als Herausforderung darstellte und doch hat mich Steve gelehrt  jede Minute zu genießen und sich immer auf das zu freuen was vor einem liegt und das zu feiern was gerade aktuell ist. Und nicht nur das, ich habe durch ihn Bücher gelesen, an die ich vorher nie gedacht hätte und Gespräche geführt, die mir vorher als wirres Geplappere vorgekommen wären- Danke Steve und danke an die Crew der Vallina!!!

Roadtrip Nummer eins war in erster Linie einen Applaus wert, weil wir einfac h den absoluten Luxusvan nur für uns drei hatten und sogar ein Großteil der Tankfüllung wurde von der Relocation übernommen! Wir entschlossen uns die Nacht in Byron Bay, nur etwa 200km südlich von Brisbane zu verbringen und dann am nächsten Tag weiter zu fahren, da wir nur 2 Nächte und knappe 3 Tage Zeit hatten. In Byron angekommen, haben wir uns nach 6 Wochen nicht sehr abwechslungsreichen Essen, mal Salat mit allem was dazu gehört gegönnt und haben direkt beim Einkaufen eine echte Einheimische getroffen, die uns zugehört hat, wie wir darüber sprachen was wir zum Campen denn nun brauchen. Sie hat uns direkt angeboten uns mal, weil wir ja Neuankömmlinge sind, die Gegend zu zeigen, was sie dann auch tat. Sie selbst ist etwa 70 Jahre und als sie ein Kind war, war dieser Ort ein 1000 Menschen- Seelen Dorf ohne Tourismus und mit viel Ruhe. Sie sagte ihr gefällt es eigentlich, wie es sich geändert hat- gesurft hat man hier schon damals und nun bringen die ganzen Backpacker und Neuansiedler den jungen Schwung in den Ort.
Ich muss sagen, dass hier niemand wirklich wirkt, als wäre er Tourist, da sich jeder anscheinend so gut einlebt, dass er wir ein „Ureinwohner“ wirkt. Jeder hat ein Surfboard, trägt lange zerzauste Haare und jeder liebt Live-Musik. Auch wir haben uns sofort zu Hause gefühlt und da wir auch gleich so nett empfangen worden sind von der alten Dame, wollten wir schon gar nicht mehr weg und entschieden die 2 Tage, die wir haben, dort zu verbringen. Wir fanden abends direkt  einen superschönen Pub, in dem eine Mitte-60er-Band spielte und das Publikum angenehm gemischt war- es waren eine kleine Gruppe Jugendliche zu sehen, aber auch das mittlere Alter war vertreten und sogar einige Greise, die zur Irisch-ähnlichen Musik hin- und her schwenkten. Wir liehen uns am nächsten Tag ein Surfboard aus um, zumindest ich, ein bisschen umher zu paddeln. Wir hatten noch Abendessen in Byron Bay und entschieden uns dann ein wenig durch die Nacht zu fahren, um rechtzeitig am nächsten Tag den Wagen abzugeben… gegen 23h, wir hatten noch 5 ½ Stunden zu fahren, waren wir alle aber so müde, dass Joanna vom Highway abfuhr und sie sich auf einer Lichtung zum Parken positionieren wollte. Andy schreckte hoch, als das Auto plötzlich komplett festzustecken schien. Mit einer Taschenlampe bewaffnet, schlich er um den Wagen und wir steckten tatsächlich fest- also: um das Gewicht auf der Hinterachse zu erleichtern, alle Gepäckstücke raus und dann langsam vorwärts fahren…das ist nochmal gut gegangen- alle Koffer wieder rein!
Wir hatten nicht wahrgenommen, dass wir in einer anderen Zeitzone waren und so klingelte der Wecker eine Stunde zu spät- keine Chance mehr, dass wir es rechtzeitig schaffen, aber wir hofften einfach, die nehmen das nicht so genau. Mich schmiss das Pärchen bei Tinas Arbeit raus und die beiden brachten das Auto, komplett dreckig und mit 3 Stunden Verspätung bei der Vermietung ab- Ende gut alles gut.
Ich kam also total zerzaust, da es nur eine Stranddusche am Morgen gab, bei Tina im Restaurant an und als sie dann so vor mir stand, war es mehr als unwirklich, dass wir beide, die sich seit über 6 Jahren kennen, sich zusammen  auf der anderen Seite der Weltkugel befinden. Wir gingen abends essen und quatschten über die vergangenen Monate. Es war eine gute Abwechslung mal wieder deutsch zu sprechen und dann auch noch mit einer Freundin von daheim.

Joanna und ich feierten zusammen Weihnachten, welches für mich hier niemals denselben Wert finden würde als zu Hause und zogen dann für eine Woche in ein Hostel in Bondi Beach.
3…2…1…es endlich soweit, Ina kommt an! Mit Björn, ein Freund von mir, der schon vor Ina überraschend vor meiner Tür stand mit seinem Bruder zusammen, holte ich sie vom Flughafen ab. Ich hab ihr ein kleines Schild gebastelt und stand vor den Ausgängen wie ein kleines Mädchen an ihrem ersten Schultag. Juchuuuuuuuuuu da war siiiiiiieeeee !!! Große Begrüßung hin und her, heute ist erst mal Sightseeing dran! Mit Jan und Björn ging es dann zum Opernhaus und in den botanischen Garten. Abends was Feines kochen und am nächsten Tag rechtzeitig auf den Weg zu den „Blue Mountains“ gemacht. Atemberaubend schöne Aussicht und wunderschöne Wasserfälle erwarteten uns. Und durch diese ganzen ersten Eindrücke, hätten wir doch fast Silvester verpasst, welches wir mit Freunden von mir, die ich Cairns kennengelernt hatte, verbracht haben. Erst BBQ und dann auf nach East Balmain, wo wir den besten Blick auf die Harbourbridge und somit auch auf das Feuerwerk hatten.
Durch meine mehr  oder weniger ausgeprägte Verplantheit, hatte ich nichts weiter geplant und da standen wir nun am 2.1. ohne Unterkunft und ohne irgendeine Idee wie wir jetzt nach Melbourne kommen sollten. Aber da Ina die Frau mit den besten Ideen und dem Geld ist, haben wir kurzerhand ein Auto gemietet und haben uns aufgemacht nach Melbourne:  Roadtrip Nummer 2.
Vorher hatte ich mich von Joanna verabschiedet, die noch einige Tage in Sydney mit Andy verbringen konnte. Es war ein ebenso harter Abschied wie von der Vallina, da wir nun 2 Monate so aneinander gewöhnt waren, dass ich wusste, dass es komisch werden würde ohne sie an meiner Seite. Ihr verdanke ich mein annehmbares Englisch und ich habe in ihr eine gute Freundin gefunden, die ich übrigens nächstes Jahr zu Weihnachten eingeladen habe, da sie nie wirklich Weihnachten feiert, was meiner Meinung nach sehr traurig ist.
Also… auf nach Melbourne! Das Auto fährt sich einsame Spitze und wir lassen die Landschaft auf uns wirken- zwischendurch ein Zigarettenpäuschen und eine Eiscreme von der Tankstelle; so sind wir schon den ersten Tag relativ weit gekommen. Die erste Nacht im Auto auf einer Art Raststelle, auf die ich mich mehr oder weniger verfahren habe, war gewöhungsbedürftig- nicht so für Ina, die hat geschlafen wie ein Murmeltier.
Um die Mittagszeit fahren wir in Melbourne ein und sofort fühl ich mich irgendwie zu Hause, ein ganz anderes Gefühl als in Sydney und die Vorfreude auf meine Freunde und Arbeitskollegen steigt. Wir fahren ein wenig umher und gegen Spätnachmittag genießen wir die Kaltduschen am Strand, im Auto wird sich geschminkt und dann machen wir uns auf zu meinem Lieblingsitaliener. Ich werde gleich herzlich empfangen und von allen ordentlich geknuddelt und sogar Laura hat heute gearbeitet. Das Essen war auch spitze und der Wein sowieso. Gegen 23h stellt sich jetzt nur noch die Frage, wo wir schlafen… Nach ein bisschen hin- und her telefonieren hat sich dann ein Kumpel von mir seine Couch zur Verfügung gestellt und für den nächsten Tag war dann das „Penthouse“ gemietet.
Es war einer der heißesten Tage in Mebourne, um die 40 Grad und wir wurden zu einer Poolparty in dem Haus, wo wir auch die nächsten 2 Nächte wohnen, eingeladen. Wayne (die Crew der Vallina hatte ihn in den Whitsundays kennengelernt), der Besitzer dieses Luxusanwesens ,  war der perfekt Gastgeber- Pool und kalte Getränke am Tag und zu einer Bootstour eingeladen am Abend. Diese 2 Tage haben Ina und ich einfach mal ein bisschen relaxt und uns am nächsten Abend auch noch zum feinsten Restaurant der Stadt einladen lassen… wir können uns das gut gehen lassen!!!

Vom Abendkleid in den Jogginganzug…
Auch die Great Ocean Road Tour war nicht wirklich durchgeplant, doch danke dem Navi und unserem beiden Mitreisenden, Oli und Nathan, ist es auf jeden Fall zum vollen Erfolg geworden. Wie hatten das Auto und die beiden hatten das Campingequipment. Auf dieser Tour haben wir Kangoroos, Koalas, Wasserfälle und die schönste Küste Australiens begafft. Viele Strände waren menschenleer und auch die Wege zu den Wasserfällen waren nicht sehr touristengefüllt. Wir haben die 3 Nächte auf Campingplätzen verbracht und da es in Australien überall BBQ´s gibt, haben wir uns jeden Abend ein mehr oder weniger gutes Dinner gebrutzelt. Die beiden Jungs sind Ina und mir richtig ans Herz gewachsen und als wir diese dann wieder in Melbourne abgesetzt hatten, war es komisch nicht mehr das Kauderwelsch des englischen Dialektes im Hintergrund zu hören- also noch ein Abschied mehr.

Dass wir eine so weite Strecke fahren in 3 Wochen war uns nicht ganz bewusst, doch allein bis zurück nach Sydney haben wir 3000 Kilometer hinter uns gebracht. Allerdings bis hierhin in einem super flitzigem und modernen Auto und wir hatten ja noch keine Ahnung was für ein Campervan uns wirklich erwartet, obwohl wir uns schon etwas darauf gefasst gemacht haben, dass sich der Fahrluxus zurückschraubt.
Bei der Übergabe von unserem buntbemalten Van wurde deutlichst darauf hingewiesen jedes Mal bei Tanken Wasser und Öl zu kontrollieren und mehrmals wurden wir auf die Notfallnummer deutlich gemacht, falls das Auto uns unter unserem Hintern zusammenkracht. Aber da wir uns wie furchtlose Backpacker fühlten, haben wir uns gedacht, dass das eben jetzt zu unserem Abenteuer dazu gehört. Und als wir dann vom Hof der Vermietung runterfuhren war zumindest Ina Feuer und Flamme mit dem Schrotthaufen.
Auf dem Weg nach Norden, unser Ziel war Byron Bay, haben wir eine Nacht Zwischenstopp gemacht. Auf einem Rastplatz haben wir 4 nette deutsche Jungs kennengelernt (Landwirte aus Norddeutschland wie sie im Buche stehen) mit denen wir uns einen geeigneten Platz zum Wildcampen gesucht haben. An diesem Abend habe ich sogar noch das bekommen worauf ich um die Weihnachtszeit leider verzichten musste: selbstgemachten Glühwein!! Die Jungs hatten nämlich die glorreiche Idee „anzupunschen“ und wir durften nicht nur zusehen, sondern auch mittrinken.
Gut angewärmt und mit ein wenig Vorfreude auf das Bett im Auto sind wir dann relativ spät schlafen gegangen. Am nächsten Morgen wurden wir dann sanft von der Hitze im Auto geweckt und haben uns direkt auf den Weg in meinen Traumort gemacht. Vorher ist Ina dann noch kurzerhand von einem Aussichtspunkt von der Klippe gesprungen, als man ihr das Angebot machte einen Hangglidingflug hier und jetzt zu machen: Warum auch nicht???

In Byron Bay selbst haben wir einfach nur Urlaub gemacht, was nach dem ganzen Campen und Gefahre auch dringend notwendig war. Wir haben auf einem Campingplatz unser treues Gefährt über Nacht abgestellt und hatten morgens, das war das Wichtigste, direkt eine Dusche. Ich hatte ja schon am Anfang beschrieben wie Byron Bay so ist und Ina und ich haben uns da so ein bisschen von mitnehmen lassen: tagsüber Strand und Meer und abends in ein zwei nette Pubs, wo wir die grandiosen Musiker bewundern konnten. Der ein oder andere Abend mit ein bisschen zu viel billigen Wein und trotzdem sind wir jeden Tag pünktlich hoch um die Sonne den ganzen Tag genießen zu können.
Wir waren beide traurig, als wir dann am 15.1. das Paradies verlassen mussten, um ein bisschen mehr Zeit für den Rückweg zu haben. Doch bevor wir unsere Weiterreise antreten, hab wir uns noch einen, meinen ersten!!!,  Surfkurs gegönnt. 4 Stunden harte Arbeit, zwischen einigen frustrierenden Versuchen gab es nach einiger Zeit dann mehr und mehr Erfolge für die sich der ganze Aufwand gelohnt hat- wir konnten zumindest mit Anschwung von unserem Lehrer, beide auf dem Board stehen und allein für das Gefühl haben sich die 35 Dollar gelohnt!

Wieder auf der Straße suchten wir nach etwa 3 Stunden Fahrt einen geeigneten Platz zum Parken. Wir waren in Coffs Harbour angekommen, eine nette Kleinstadt mit etwa 60 000 Einwohnern, doch wir mussten lange suchen, bis uns der perfekte Platz- sozusagen- zugewiesen wurde. Wir hatten uns etwas verfranzt und als wir eine sehr ruhige und enge Straße entlangfuhren, fiel uns diese riesige offene Garage auf, in der eine große Familie etwas zu feiern schien. Wir fragten, ob die einen guten Platz für uns wüssten. Sie boten uns nicht nur einen Parkplatz auf ihrem Hof an, sondern sie luden uns ein mit ihnen Bier zu trinken und sogar ein anständiges Steak wurde für uns gebrutzelt- der Wahnsinn! Bis morgens um 2h saßen wir mit einigen aus der Familie draußen und führten Gespräche über die Minenarbeit im Innenland (3 von den Anwesenden machten das beruflich), über Coffs Harbour und über die Unterschiede zu Europa. Als ob das nicht schon Luxus genug wäre, fanden wir morgens noch zu unserem Glück einen perfekten Badesee, indem wir uns wuschen. Ganz nett verabschiedet und tausendfach für alles bedankt, machten wir uns dann gegen Mittag auf dem Weg nach Forster, wo uns der nächste gute Spot erwartete. Nach einigem Herumgefahre und Gefrage fanden wir Elizabeth Beach. Wir konnten direkt auf einem großen Parkplatz stehen und zu unserem Glück gab es nicht nur das Meer direkt vor unserer Nase, sondern auch ein Toilettenhäuschen mit Duschen, was für den nächsten Tag von Bedeutung war, da wir entschieden den letzten Abend in der Zivilisation zu verbringen- in Sydney im Haus eines Couchsurfers.
Als Abendessen gab es ein großes Mc Donalds Menu, da nichts anderes mehr aufhatte und als letzte Aufregung kämpften wir mit unserem Campervan, da uns, vielleicht weil wir nicht so weit gedacht hatten, der Sprit ausging und die Reifen aus irgendeinem Grund platter waren, als normal.

Das Schrottteil am nächsten Morgen abgegeben machten wir uns im Taxi auf dem Weg zum Flughafen, wo wir noch- danke Ina- ein anständiges Frühstück genossen und uns dann nach dieser unvergesslichen Zeit verabschieden mussten… hoffentlich ein vorerst letzter Abschied, denn mich erwartet das Arbeitsleben in Melbourne.

 

07Dezember
2012

Weihnachten kommt näher...

Geschützt vor den süßen Qualliiiis Jump..jump :) schöne Aussichten Hamilton Island

Es ist sehr traurig und sehr enttäuschend, ich weiß nicht wie die das hier einfach so über sich ergehen lassen können- Es wird kein Nikolaus gefeiert, die Schuhe bleiben leer, keine Schokolade, keine Kleinigkeiten im Flip Flop!!!

Weihnachten kommt näher, aber die Stimmung in den Shoppingcentern und auf den Einkaufsstraßen hat sich nur unwesentlich geändert. Ab- und zu findet man dann doch mal einen geschmückten Baum und in der Werbung einen Weihnachtsmann in kurzen Shorts und mit roter Mütze. Ich muss gestehen, mir fehlt nicht gerade die Kälte, aber so ein schöner Glühwein dick eingemurmelt in der Winterjacke hat doch was. Vielleicht führe ich hier einfach als Tradition Sangria als Weihnachtsgetränk ein, mit Weihnachtsmütze am Strand und bis zum 24.12. übe ich „Jingle Bells“ auf der Gitarre J Wo das Fest immer näher rückt denke ich schon oft an zu Hause, die Traditionen und die Feiereien mit meinen Liebsten. Es ist eben ganz anders hier und Gott sei Dank habe ich auf eine gewisse Weise meine kleine Familie über die Feiertage bei mir. Die letzten 2 Wochen sind wir alle dicht zusammengerückt und haben unsere guten und weniger guten Tage zusammen erlebt. Es war atemberaubend die Whitsunday Islands zu erkunden, wie angekündigt schöne Strände und super Plätze zum Schnorcheln.
Doch die schönste Insel und die, mit der interessantesten Geschichte ist „Middle Percy“. Wir kamen abends gegen 22h erst an, also hieß es: Bis zum Morgen warten! Als wir aufgewacht sind, sahen wir schon eine große Holzhütte am Strand stehen und etwa 50m weiter rechts eine weitere Kleine. Sanne und ich haben uns nach dem Frühstück aufgemacht um das Schmuckstück mal zu begutachten und ich kann euch sagen, dass es Wochen dauert um alles in der Hütte gesehen zu haben. Überall sind kleine Bretter mit Namen von Schiffen draufgeschrieben oder T-shirts, auf denen Wünsche stehen und die Namen der einer Crew oder Gedichte, die vom Segeln handeln, oder Bojen, auf denen kleine Schiffe gemalt sind oder oder oder… es ist fabelhaft!! Auch „Vallina“ haben wir nach ein bisschen Suchen gefunden. Die kleine Hütte sollte eine Art Telefonzelle darstellen, in der aber auch schon Namen einiger Yachten standen, außerdem ein Buchtauschbrett, man konnte also gelesene Bücher gegen Bücher austauschen, die im Regal standen. Alles war super liebevoll gestaltet und die Bewohner der Insel (insgesamt 5) verkaufen sogar selbstgemachten Honig und Limettensaft. 2 der 5 Bewohner luden wir abends zum Grillen ein, John und Cath. Cath(etwa 60 Jahre) kam das erste Mal auf Middle Percy 1985 und vor etwa 4 Jahren unterschrieb sie für die nächsten 20 Jahre auf der Insel zu leben. Cath ist eine englische Dame, wie sie im Buche steht und ihr Mann John ist ein eher ruhiger Genosse, der uns aber auch alle herzlich empfangen hat. Mit Lagerfeuer, ein bisschen Musik und guten Essen ging der Abend nach etwa 4 Stunden vorüber und wir fuhren mit dem Schlauchboot zurück zum Boot und verließen am nächsten Tag die wohl „knuddeligste“ Insel der Welt J
Was wir vor uns hatten war alles andere als „knuddelig“- es war eine Distanz von 94nm, die wir in etwa 20 Stunden non-stop segeln zu bewältigen hatten. Wir wollten in den Hafen von Yepoon und nach Steves Berechnungen sollten wir um 7h morgens ankommen wenn wir um 13.30 losfuhren. Um 15 Uhr startete meine erste Schicht von 3 Stunden, es war alles noch ruhig und alles ging super am Steuer. Die zweite Schicht hingegen, von 21-24h war ein kleines Abenteuer, was auch unser Skipper nicht so vorhergesehen hatte. Eine Windstärke von 20 und mit 8 nm/h war weder das Lenkrad, noch die Wellen richtig zu bändigen. Was für uns ein kleines Abenteuer war, war für Steve nur ein wenig schlafraubend- hin und wieder ist er auf der Bank im Cockpit aufgewacht und hat unsere Fehler berichtigt J Als wir dann um 9h in Yepoon angekommen sind, waren wir alle mehr oder weniger gerädert und haben den Tag mit schlafen und lesen verbracht.

Nur noch 2 Wochen und wir segeln in den Hafen von Brisbane, wo dann alle nacheinander das Boot verlassen, aber Weihnachten verbringen wir zusammen. Joanna und ich reisen zusammen weiter nach Sydney und dann nach Melbourne, wo wir dann auch mal wieder an die Arbeit müssen.

20November
2012

Alles dreht sich ums Essen ...

Die ersten 12 Tage sind vorüber und die Zeit vergeht wie im Flug. Wir haben so viel gesehen, so viel gegessen, so viel geschlafen, so viel gelacht, so viel fotografiert und so viel nachgedacht.
Von Cairns über Fitzroy Island, über Mourilyan, über viele kleine Inseln, wie Dank Island, Orpheus Island, bis hin zu Magnetic Island und wieder ans Festland in Townsville. Weiter geht’s zu Cape Bowling Green bis hin zu Airlie Beach- der Hafen, in den wir in den nächsten Tagen immer wieder zurück kehren, da wir durch die Whitsunday Islands schippern.- Es heißt, es ist einer der besten Plätze der Welt um zu segeln, da das Meer eingeschlossen ist von 72 kleinen und größeren Inseln, mit den schönsten Stränden Australiens. Die Touristen in Airlie Beach zahlen etwa 300 Dollar für ein 2-Nächte-Trip durch die Whitsundays.
Für mich die besten Plätze zum Schnorcheln und zum Erkunden des Standortes waren Orpheus Island, wo ich meinen ersten kleinen Hai und meinen ersten Riesenrochen gesehen habe- außerdem Magnetic Island, wo wir eine kleine Wandertour über die Insel gemacht haben und uns Koalas, Wallabies und Papageien begegnet sind. Und auch Townsville, eine hübsche Kleinstadt, hatte seinen Reiz, ein kleines Shoppingcenter und einen Irish Pub.
Das Schnorcheln und Schwimmen gestaltet sich allerdings in dieser Jahreszeit an der Ostküste leider als sehr risikoreich, da die Quallensaison begonnen hat ( November-Mai). Da ich ein Schisser in dieser Hinsicht bin, versuche ich mir jetzt anzugewöhnen mich in meine Leggings und mein Langarmshirt zu schwingen, bevor ich graziös ins Wasser springe Cool
Vor 2 Tagen sind wir dann in Airlie Beach angekommen, was ich als eine Party-Hochburg bezeichnen würde und da auch noch die ganzen Schulabgänger ihren Abschluss gefeiert haben, war die Stadt gefüllt mit jungen Leuten, die ein pinkes Halsband trugen, um in ihre eingene Beach-Party eintreten zu dürfen. Tagsüber ist allerdings auch Airlie hübsch anzusehen- ein bisschen wie Griechenland von der Postkarte- Häuser auf die Hügel gebaut, die die Stadt zieren.

Um euch nun ein kleinen Einblick in mein Leben auf hoher See zu verschaffen, gebe ich euch mal einen Auszug aus unserem Tagesplan, der sich im Wesentlichen die 12 Tage hinweg gehalten hat :


8:00 Frühstück (Ei mit Toast und einmal die Woche Pfannenkuchen)
8:45 Ausruhen (meist bestehend aus einem kurzen Nickerchen von 1-2 Stunden)
12:00 Mittagessen (lecker Brot, meist selbstgebacken, mit Tunfisch oder Käse und Wurst, Salat und Mayo)
12:45 Ausruhen, Tagebuch schreiben, Gitarre spielen üben, sonnenbaden auf dem Deck
16:00 Kaffee und Snack (Yammie yammie Dip mit Cracker und Obst, Sellerie mit Peanutbutter)
16:45 Ausruhen, lesen, oder dass was nach dem Mittagessen passiert ist
20:00 Immer ein Genuss, lecker Abendbrot mit Fisch, Fleisch oder Pasta, immer viel Gemüse und von uns gekocht
22:00 Bettzeit, weil der Tag sehr anstrengt war Lächelnd

Dieser Plan gilt nicht, wenn wir im Hafen sind, aber auf See ist das eigentlich unser Leben, was einem viel Zeit gibt nachzudenken und Dinge zu machen, zu denen man sonst selten als Backpacker kommt.

 

Lachend

08November
2012

Kleine Abenteuer vor dem Großen

Es sind die kleinen Dinge an denen man sich erfreut. Unser Captain Steve fragte uns am Ende des Tages was das Schönste für uns an diesem Tag war. Phil antwortet wie aus der Pistole geschossen, die Unterhaltung mit Joanna und mir auf dem Deck wäre es gewesen. Joanna antwortet dasselbe, für Monique waren es die lustigen Momente- das gemeinsame Lachen und die vielen Witze von Steve, die er erzählt wie ein alter Seemann. Annette, die Freundin von Steve genoss es am meisten den Sonnenuntergang mit Steve und einem Glas Wein zu sehen. Bis dahin hatte sie allerdings, wie jeden Tag, schon etwa 4 Scotch and Dry. Sanne sagte sie ist froh darüber normale Unterhaltungen über ihre Zuneigung  führen zu können. Sie hat sich in diesem Jahr als homosexuell geoutet. Für sie ist es eine große Sache, da sie eine 10jährige Beziehung mit einem Mann hinter sich hat…Cool
Insgesamt kann ich sagen ich fand bis jetzt so fast alles klasse, hab mich sogar mit Yoga probiert Lachend

Es hat mich in den letzten Tagen einiges glücklich gemacht. Unter anderem ein großartiger Ausflug mit einigen der alten Crew der „Vallina“ zu den Wasserfällen und zum Campen. Wir sahen die Babinda und die Josephine-Fälle und suchten uns dann einen für uns geeigneten Platz zum Zelten.  Scheinbar endlose Straßen durch die grünen Wälder in der Umgebung von Cairns führten uns letzten Endes zu einem kleinen Strand. Es war ein Fluss, mehr ein Sumpf und ein Wald in unserem Rücken, wenn wir den Blick auf das Meer gerichtet  hatten. Der Sumpf voller Krokodile, die wir leider nicht zu Gesicht bekamen und der Wald voller Spinnen und anderem Ungeziefer was uns im Blick hat, war das ein unruhiger Schlaf. Doch das Einzige womit wir nach einem wunderschönen Abend aufgewacht sind waren Moskitostiche und Sandflohbisse.
Andy, ein junger Mann der alten Crew und ein hervorragender Feuerkünstler zeigte uns eine atemberaubende Show mit seinen Feuerketten und als Kulisse war nur der Strand und das Meer zu sehen. Moritz, ebenfalls Mitglied der alten Crew, ist ein fantastischer Gitarrist und gab uns auch von seiner Kunst einiges zum Besten. Witaru, ein Straßenkünstler den wir eingeladen hatten, spielte sein Instrument mit Rasseln und wir waren alle beeindruckt von seiner Kunst. Alles in allem hatte jeder etwas zu bieten oder zu erzählen und wir waren alle froh diesem Trip gemeinsam gemacht zu haben.

Die letzte Woche mit der alten Crew der Vallina war sehr musikalisch und jeder Tag war ausgefüllt. Unter anderem damit, verschiedene Musikläden abzuklappern, um die richtige Gitarre für mich zu finden- und da war sie- hing an der Wand und schrie nach mir (wie alle Australier, konnte sie meinen Namen nicht richtig aussprechen Zwinkernd. Ich kaufte sie in der Hoffnung, dass sich in den nächsten 6 Wochen ein kleines Talent entwickelt… wir werden sehen- wenn nicht verkaufe ich sie, wenn ich in Brisbane angekommen bin.

 Als es dann am 07.11.12 losging, standen Moritz und Andy bereit, um zu winken und um uns den nackten Hintern hinzuhalten, während wir aus dem Hafen schippern.
 Es war sehr ruhig die ersten zwei Stunden- jeder war in seinen Gedanken versunken. Was werde ich erleben in den nächsten 6 Wochen? Wie wird sich die kleine „Vallina-Familie“ wohl entwickeln? Was werde ich lernen? Werden meine Vorstellungen erfüllt?

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